Fragen und Antworten

Funkablesung

Die häufigsten Fragen zur Funkablesung

Von Duldungspflicht bis Zwischenablesung - wir haben die häufigsten Fragen
zur Funkablesung für Sie beantwortet.

Welche Vorteile bietet die Funkablesung Hausbewohnern?

Hausbewohner müssen zum Zeitpunkt der Ablesung nicht mehr zu Hause sein. Sie brauchen weder den Schlüssel
beim Nachbarn zu hinterlassen, noch einen Urlaubstag zu nehmen. Ein großer Vorteil der modernen Messgeräte ist auch, dass die Bewohner ihren Verbrauch einfach nachvollziehen und kontrollieren können. Anders als Verdunstungs-Heizkostenverteiler, zeigen die elektronischen Heizkostenverteiler die Einheiten klar auf dem Display an. Sie speichern außerdem die Endwerte der letzten 18 Monate und die Stichtageswerte der letzten beiden Abrechnungen. Diese
Werte lassen sich auf dem Display aufrufen.

Warum lohnt sich die Funkablesung für Vermieter und Verwalter?

Indem sie auf die Funkablesung umstellen, erhöhen Vermieter und Verwalter zum einen den Komfort für die Hausbewohner. Doch auch sie selbst haben weniger Aufwand. Zum Beispiel müssen sie beim Auszug eines Mieters keine Zwischenablesung mehr organisieren: Weil das Funksystem die letzten Monatsendwerte speichert, kann Minol
im Zuge der Jahresablesung auch sämtliche Zwischenwerte erfassen. Das größte Potenzial für Verwalter bietet das Funksystem mit Fernablesung: Mit Hilfe des eMonitorings können sie den Energieverbrauch und die Kosten ihrer Immobilien laufend überblicken und optimieren.

Welche Messgeräte sind für eine Funkablesung geeignet?

Elektronische Heizkostenverteiler, Wärmezähler, Warm- und Kaltwasserzähler können manuell und per Funk ausgelesen werden. Auch Hauszähler, beispielsweise für Gas, Strom oder Fernwärme, lassen sich integrieren.
Lediglich Heizkostenverteiler nach dem Verdunstungsprinzip sind nicht für die Funkablesung geeignet.

Benötige ich als Vermieter das Einverständnis der Mieter, wenn ich auf eine Funkablesung umstellen möchte?

Nein, das Einverständnis der Hausbewohner ist grundsätzlich nicht erforderlich. Auch der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass Mieter den Einbau von modernen funkbasierten Ablesegeräten dulden müssen (BGH-Urteil vom 28.9.2011 Az. VIII ZR 326/10). In der Begründung heißt es, eine Duldungspflicht ergebe sich aus § 4 Abs. 2 Satz 1
der Heizkostenverordnung (HKVO). Auch nach § 554 Abs. 2 BGB müsse der Mieter Maßnahmen, die der Verbesserung der Mietsache dienen, hinnehmen. Der Einbau funkbasierter Ablesegeräte stelle grundsätzlich eine Wohnwert-
verbesserung dar, da die Räume zum Zwecke der Ablesung nicht mehr betreten werden müssen.

Sind die gefunkten Messwerte manipulationssicher?

Ja. Die Funkdaten der Messgeräte werden nach dem bewährten GFSK-Modulationsverfahren übermittelt, das auch bei Bluetooth, DECT und W-LAN verwendet wird. Ohne Kenntnis der Verschlüsselung können die Funkdaten nicht von Fremden ausgelesen werden.

Wie groß ist die Funkbelastung?

Im Vergleich zu anderen funkenden Geräten ist die Sendeleistung der Messgeräte mit 3 Milliwatt äußerst gering. Ein schnurloses Telefon sendet mit bis zu 200 Milliwatt, ein Mobiltelefon mit bis zu 2.000 Milliwatt. Umgerechnet verursacht ein fünfminütiges Handytelefonat mehr Funkstrahlung als alle Heizkostenverteiler einer Wohnung in dreitausend Jahren.

Wie kann ich als Bewohner bei Funkablesungen meinen Verbrauch kontrollieren?

Funk-Heizkostenverteiler haben ein elektronisches „Gedächtnis“. Sie speichern die Endwerte der letzten 18 Monate und die Stichtageswerte der letzten beiden Abrechnungen. Mit Hilfe eines Lichtimpulses (Taschenlampe) können die Bewohner diese Werte auf dem Display aufrufen. Hier erfahren Sie mehr über die Ablesung von elektronischen Heizkostenverteilern Minometer® M7. Zusätzlich stehen alle per Funk abgelesenen Werte auf der Heizkostenabrechnung.

Welche Werte werden bei der Funkablesung ausgelesen?

In den Funk-Messgeräten – bei der Fernablesung auch in den Datensammlern – sind die Verbrauchswerte der letzten zwei Abrechnungsperioden gespeichert. Außerdem sind bis zu 19 Monatsendwerte verfügbar. So kann Minol bei einem Nutzerwechsel die Verbrauchskosten dem jeweiligen Vor- und Nachmieter zuordnen.

Wie funktionieren Zwischenablesungen?

Ein großer Vorteil des Funksystems ist, dass beim Auszug eines Mieters keine Vor-Ort-Ablesung mehr stattfinden muss. Denn die Funk-Messtechnik speichert außer dem Jahresverbrauch auch die Endwerte der letzten Monate. Diese Werte kann Minol im Zuge der Jahresablesung rückwirkend erfassen und so die Kosten gerecht zwischen Vor- und Nachmieter aufteilen.

Gibt es Einschränkungen für den Einsatz von Funkgeräten?

Wenige. Nur besondere bauliche Gegebenheiten, wie Stahlbeton im Kellerbereich oder Metalltüren, können die Übertragung der Funksignale stören. Deshalb prüfen die Minol-Techniker vor der Installation eines Funksystems vor Ort, im Gebäude, die Übertragungssicherheit.

Was bedeutet Walk-by-Ablesung?

Im Unterschied zur Fernablesung, sind bei der Walk-by-Ablesung keine Datensammler im Gebäude installiert. Die Verbrauchswerte werden „im Vorbeigehen“ erfasst: Der Ableser geht oder fährt am Gebäude vorbei und funkt die Messgeräte mit Hilfe eines mobilen Gerätes an.

Was geschieht, wenn ein Funkgerät nicht erreichbar ist?

Die Erfassungsquote bei funkenden Messgeräten ist sehr hoch und erreicht in der Regel hundert Prozent. Sollte dennoch ein Gerät ausfallen oder eine Übertragung ausnahmsweise unterbrochen sein, wendet Minol die in der Heizkosten-
verordnung vorgegebenen Schätzverfahren an.

Warum haben Funk-Wasserzähler eine weiße Abdeckung?

Die Abdeckung (Rosette) von Funk-Wasserzählern ist weiß lackiert, um die Funkwellen ungehindert passieren zu lassen. Die bei klassischen Wasserzählern üblichen Chrom-Rosetten würden die Übertragung stören.

Warum werden Funk-Kaltwasserzähler nach fünf Jahren ausgetauscht?

Kaltwasserzähler sind gemäß Eichgesetz nach sechs Jahren auszutauschen, Warmwasserzähler dagegen schon nach fünf Jahren. Um die Wohnung nicht im fünften und dann nochmal im sechsten Jahr betreten zu müssen, tauscht Minol in Liegenschaften mit Funksystem Warm- und Kaltwasserzähler im gleichen Turnus von fünf Jahren aus.