Blog: Haus orange
Eco-friendly apartment building with solar panels on its roof. Generative AI

Mieterstrom verwandelt die Solarpflicht in eine wirtschaftliche Chance: Gebäudeeigentümer werden zu Stromlieferanten und eröffnen eine neue Einnahmequelle. Die Komplettlösung B.One Mieterstrom bietet alles, was sie dafür brauchen.

Mieterstrom bringt das Prinzip der Eigenversorgung in Mehrfamilienhäuser. Strom aus der Photovoltaikanlage wird direkt vor Ort von den Bewohnern verbraucht, ohne den Umweg durch das öffentliche Netz. Das Potenzial ist groß: Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft könnten bis zu 20,4 Millionen Wohnungen in rund drei Millionen Mehrfamilienhäu­sern in Deutschland mit Mieterstrom versorgt wer­den. Vor allem in urbanen Quartieren steckt hier eine bislang kaum genutzte Reserve für die Energiewende. Für die Wohnungswirtschaft entsteht damit ein neues Geschäftsfeld. Eigentümer werden zu Stromlieferanten. Aus der Dachfläche wird ein aktiver Ertragsfaktor, der bis zu 17 Prozent Rendite erzielen kann.

So funktioniert Mieterstrom

Beim klassischen Mieterstrommodell betreibt der Gebäudeeigentümer die Photovoltaikanlage und ver­kauft den Strom direkt an die Mieter. Zusätzlich zum Verkaufserlös erhält er dafür den staatlichen Mieter­stromzuschlag nach dem Erneuerbare-Energien-Ge­setz (EEG). Wird die Eigenerzeugung nicht vollständig genutzt, fließt der Überschuss ins Netz, wofür die EEG-Einspeisevergütung gezahlt wird. Produziert die eigene Solaranlage nicht genügend Strom, kauft der Eigentümer den zusätzlich benötigten Strom aus dem öffentlichen Netz zu und verkauft ihn an die Mieter weiter.

Zahlen, die überzeugen

Ob sich Mieterstrom rechnet, hängt maßgeblich von Dachgröße, Verbrauchsstruktur und Teilnahmequote der Bewohner ab. Bereits ab drei Wohneinheiten ist ein wirtschaftlicher Betrieb möglich.

Ein Beispiel aus dem Raum Stuttgart verdeutlicht die Größenordnung: In einem Zehnparteienhaus mit einer Anlage mit 30 Kilowatt Peak Leistung werden jährlich rund 27.000 Kilowattstunden Solarstrom er­zeugt. Bei einer Eigenverbrauchsquote von 60 Pro­zent fließen etwa 16.200 Kilowattstunden direkt an die Bewohner. Unter konservativen Annahmen ergibt sich ein jährlicher Nettoerlös von rund 5.200 Euro. Bei Investitionskosten in Höhe von etwa 42.000 Euro liegt die Amortisationszeit bei ungefähr acht Jahren. Die jährliche Rendite beträgt 12,4 Prozent.

Zum Vergleich: Bei Volleinspeisung beträgt der jährliche Erlös knapp 3.000 Euro. Die Amortisationsdauer liegt bei rund 14 Jahren, die jährliche Rendite bei 7,1 Prozent.

Mieter profitieren ebenfalls finanziell: Der Mieterstrom­tarif liegt typischerweise rund zehn Prozent unter her­kömmlichen Stromtarifen, weil Netzentgelte und Ab­gaben entfallen. Gleichzeitig profitieren sie von höherer Preisstabilität und nachhaltiger, lokaler Versorgung.

KategoriePositionBetrag (€/Jahr)Herleitung
ErlöseMieterstromerlös+ 7.50025.000 kWh × 30 ct/kWh
Grundgebühren+ 1.282,8010 x 128,28 €
Mieterstromzuschlag+ 392,0416.200 kWh × 2,42 ct/kWh
EEG-Einspeisevergütung+ 764,6410.800 kWh × 7,08 ct/kWh
Summe Erlöse+ 9.939,48
KostenZukauf Reststrom– 2.993,768.800 kWh × 34,02 ct/kWh
Grundgebühren– 128,28
Stromsteuer Reststrom– 180,408.800 kWh × 2,05 ct/kWh
Betrieb & Abrechnung– 1.400Jährliche Betriebskosten: 800 € und Abrechnung: 600 €
Summe Kosten– 4.702,44
Nettoerlös pro Jahr+ 5.237,04
Erträge von Mieterstrom nach Wohneinheiten

Sanierung als Chance

Viele Bundesländer schreiben mittlerweile eine Solar­pflicht bei Neubauten oder umfassenden Dachsanie­rungen vor. Förderinstrumente wie der KfW-Kredit 270 unterstützen die Finanzierung. Statt die Anlage aus­schließlich zur Einspeisung zu nutzen, kann die Vor-Ort-Vermarktung des Stroms die Wirtschaftlichkeit deutlich verbessern.

Mieterstrom verbindet dabei zusätzlichen Ertrag mit Klimaschutz und langfristiger Mieterbindung: Die Ener­giebilanz und der Marktwert der Immobilie steigen. Der Gebäudeeigentümer positioniert sich im Wettbewerb um nachhaltige Wohnangebote.

Ein Baustein für das Haus der Zukunft

Das Haus der Zukunft entsteht nicht durch eine einzel­ne Maßnahme. Eigentümer stehen vor der Heraus­forderung, Investitionen wirtschaftlich zu nutzen, steigende gesetzliche Anforderungen zu erfüllen und die Erwartungen der Mieter zu berücksichtigen. Maß­nahmen zur Verbesserung der Gebäudehülle, zur effi­zienten Wärmeerzeugung oder Stromproduktion sind einzelne Komponenten, die in einem ganzheitlichen Sanierungskonzept aufeinander abgestimmt werden sollten. Schließlich müssen die einzelnen Maßnahmen wie Zahnräder ineinandergreifen.

B.One Mieterstrom

Mit B.One Mieterstrom steht Eigentümern eine Komplettlösung zur Verfügung, die den administrativen und regulatorischen Aufwand erheblich reduziert. Das Leistungsspektrum reicht von der Dachflächenanalyse über Wirtschaftlichkeitsprognosen und Technikauswahl bis zur Bereitstellung rechtssicherer Vertragsunterlagen.

Nach der Inbetriebnahme werden Abrechnung, Monitoring und Reporting über eine digitale Plattform gesteuert.

Außerdem sorgt B.One Mieterstrom dafür, dass alle gesetzlichen Anforderungen gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz und § 42a des Energiewirtschaftsgesetzes – von Messkonzepten über Meldepflichten bis hin zur Stromkennzeichnung und Abrechnung – korrekt umgesetzt werden. Eigentümer erhalten maximale Sicherheit bei minimalem Aufwand. So wird Mieterstrom von einer theoretischen Option zu einer praktisch umsetzbaren Sanierungsmaßnahme.

Autor

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Dr. Simon Dierig | Technischer Projektmanager Minol Messtechnik W. Lehmann GmbH & Co. KG

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