Getty Images/iStockphotoWie Mieterstrom im Mehrfamilienhaus funktioniert und wie Mieter und Eigentümer davon profitieren
Solarstrom vom eigenen Dach ist für Eigentümer längst etabliert. Im Mehrfamilienhaus war dieser Vorteil für Mieter bisher kaum nutzbar. Genau hier setzt Mieterstrom im Mehrfamilienhaus an. Bewohner beziehen Strom direkt aus einer Photovoltaikanlage auf dem Gebäude. Das senkt Kosten, schafft neue Erlöse für Eigentümer und unterstützt die Energiewende.
Was ist Mieterstrom?
Bei diesem Stromvermarktungsmodell wird vor Ort erzeugter Strom, meist aus PV-Anlagen auf dem Dach, direkt an die Mieter desselben Hauses geliefert. Der Unterschied zur klassischen Stromversorgung: Der Strom wird innerhalb der Anlage des Gebäudes erzeugt und verbraucht und nicht über das öffentliche Netz transportiert.
Communication Consultants GmbHWie funktioniert Mieterstrom im Mehrfamilienhaus?
Im einfachsten Fall ist der Gebäudeeigentümer zugleich Betreiber der Solaranlage. Er verkauft den Solarstrom an die Bewohner und erhält zusätzlich zum Verkaufserlös den staatlichen Mieterstromzuschlag. Reicht die erzeugte Strommenge nicht aus, kauft der Eigentümer Strom aus dem öffentlichen Netz zu. Überschüssiger Solarstrom wird ins Netz eingespeist und vergütet.
Weitere Mieterstrom-Modelle
Neben dem Grundmodell, bei dem der Gebäudeeigentümer die Photovoltaikanlage selbst betreibt, gibt es weitere Varianten der Umsetzung. Häufig übernehmen externe Dienstleister im Rahmen eines Contracting-Modells Planung, Finanzierung, Betrieb und Abrechnung der Anlage. Auch Pacht- oder Genossenschaftsmodelle kommen infrage, bei denen eine andere Organisation die Anlage ganz oder teilweise verantwortet und der Eigentümer lediglich Flächen oder Gebäudeteile zur Verfügung stellt. Je nach Modell unterscheiden sich Aufwand, Risiko und wirtschaftliche Beteiligung für den Eigentümer deutlich.
Welche Vorteile bietet Mieterstrom?
Wirtschaftlichkeit und Einflussfaktoren
Die Rentabilität hängt stark von konkreten Rahmenbedingungen ab:
- Größe und Ausrichtung der Dachfläche
- Verhältnis von Stromerzeugung zu Verbrauch im Gebäude
- Anzahl der teilnehmenden Haushalte
- Investitionskosten und Förderhöhe
- Komplexität des Mess- und Abrechnungssystems
Wie funktioniert die Umsetzung?
Für den Betrieb sind mehrere Komponenten erforderlich:
- Photovoltaikanlage inklusive Wechselrichter
- Messkonzept mit geeichten Zählern für Erzeugung, Gesamtverbrauch und einzelne Wohneinheiten
- Energiedatenmanagement zur Erfassung und Verteilung der Strommengen
- Abrechnungssystem für die korrekte Zuordnung der Verbräuche
Zusätzlich entstehen energiewirtschaftliche Pflichten:
- Anmeldung beim Netzbetreiber
- Stromkennzeichnung
- Bilanzkreismanagement bei Reststrombezug
Rolle externer Dienstleister
Spezialisierte Anbieter übernehmen auf Wunsch die operative Umsetzung, etwa:
- Wirtschaftlichkeitsanalyse und Projektplanung
- Installation und Betrieb der Anlage
- Messstellenbetrieb und Datenmanagement
- Stromlieferung und Abrechnung gegenüber Mietern
Dadurch lässt sich der organisatorische Aufwand für Eigentümer deutlich reduzieren.
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