Westend61 - stock.adobe.comWarum Deutschland seine privaten Vermieter mehr wertschätzen sollte.
Sie stellen rund 16,1 Millionen Wohnungen bereit. Die Motive sind meist bodenständig: Altersvorsorge, Vermögensaufbau, der Erhalt einer Immobilie für Kinder und Enkel und nicht zuletzt soziale Verantwortung. Statistisch gesehen ist der typische private Vermieter 54 Jahre alt und vermietet im Schnitt 3,6 Wohnungen. Mehr als die Hälfte stellt genau eine Wohnung zur Verfügung. Private Vermieter sichern so im Kleinen, was im Großen oft diskutiert wird: bezahlbaren Wohnraum. Ohne diesen Bestand wäre der Markt deutlich angespannter – in einer Zeit, in der ohnehin rund 1,4 Millionen Wohnungen in Deutschland fehlen. In der öffentlichen Debatte wird die Leistung privater Vermieter heute oft zu wenig gewürdigt. Stattdessen finden immer öfter Begriffe wie „Miethai“ Anwendung, die stark verallgemeinern und dadurch ein schiefes Gesamtbild zeichnen.
Communication Consultants GmbH
Communication Consultants GmbH
Communication Consultants GmbHWachsende Anforderungen, rauer Ton
Wachsende Anforderungen gelten für alle, die Wohnraum bereitstellen: Heizkostenverordnung, Gebäudeenergiegesetz, neue Vorgaben zu Photovoltaik, steigende energetische Standards. Für private Vermieter heißt das: Sie müssen sich Wissen aneignen, Geld und Zeit investieren und brauchen verlässliche Partner rund um die Immobilie.
Vor diesem Hintergrund ist der Ton der Debatte oft heikel. In Talkshows, Kampagnen oder sozialen Medien werden Mieter mitunter sogar aktiv aufgefordert, gegen Vermieter vorzugehen. Zwischen einzelnen „schwarzen Schafen“ und der großen Mehrheit verantwortungsvoller Vermieter wird nicht mehr klar differenziert. Umso wichtiger ist die Rolle von Interessenverbänden wie Haus & Grund zu bewerten, die ihren Mitgliedern den Rücken stärken und mehr Sachlichkeit in der Diskussion einfordern.
Die strukturellen Trends machen Wertschätzung noch wichtiger: Das Durchschnittsalter privater Vermieter steigt. Jüngere zögern beim Einstieg. Wer steigende Auflagen, hohe Zinsen und ein negatives Bild von Vermietern wahrnimmt, investiert seltener in Wohnraum. Die Folge: Modernisierungen und energetische Sanierungen werden schwieriger – und die Wohnungslücke von heute bleibt die von morgen.
Zentraler Teil der Lösung
Deutschland braucht starke Vermieter – im großen wie im kleinen Maßstab. Damit sie investieren, modernisieren und Verantwortung übernehmen, braucht es eine Kultur, in der Vermieter als Partner gesehen werden, nicht als Gegenpart. Wenn auch in Zukunft guter, zukunftsfähiger und bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung stehen soll, führt kein Weg an privaten Vermietern vorbei. Sie sind – gemeinsam mit allen anderen, die Wohnraum bereitstellen – ein zentraler Teil der Lösung.
Dorde – stock.adobe.com – Đorđe KrsticDer schnellste Weg zur professionellen Heizkostenabrechnung
Fordern Sie jetzt Ihr individuelles Angebot von Brunata Minol an und erhalten Sie das Ergebnis in wenigen Minuten.
InsideCreativeHouse – AdobestockImmer auf dem neusten Stand
„*“ zeigt erforderliche Felder an