Heizkostenabrechnung von Minol zur Umlegung von CO2-Kosten auf einem Tablet-Bildschirm

Der Immobiliendienstleister Minol hat die Heizkostenabrechnungen für das vergangene Jahr ausgewertet. Das Ergebnis: Sowohl der Wärmeverbrauch als auch die Kosten sind im Durchschnitt gestiegen. Einzige Ausnahme war das Heizmedium Öl.

Mai 2023: Viele Haushalte warten zwar noch immer auf ihre Heizkostenabrechnung für das vergangene Jahr, jedoch können die meisten dieses Jahr noch einmal aufatmen: „Im Vergleich zum Vorjahr 2021 sind die Kosten für 2022 zwar gestiegen, aber aufgrund der milden Temperaturen ist die Rechnung in den meisten Fällen nicht so hoch wie viele wohl befürchtet haben“, erklärt Frank Peters, Abrechnungsexperte bei Minol. Etwa 15 Prozent wärmer waren die Temperaturen im Jahr 2022 im Vergleich zu 2021. Besonders auffällig ist, dass zum Zeitpunkt der Statistikerhebung in diesem Jahr rund 20 Prozent weniger Heiz­kosten­abrechnungen im Vergleich zum Vorjahr erstellt waren. Grund dafür sind die erhöhten Anforderungen an Vermieter und Verwalter zur Umsetzung der neuen rechtlichen Regelungen. Dazu gehören das Erdgas-Wärme-Soforthilfegesetz, die Energiepreisbremse und das CO2-Kostenaufteilungsgesetz.

Erdöl teuerster Energieträger

Die Kosten für Heizung und Warmwasser inklusive Heiznebenkosten sind bei heizölbetriebenen Anlagen mit rund elf Prozent von 11,30 Euro auf 12,50 Euro am stärksten gestiegen. Damit haben sich die Kosten aber entgegen allen Prognosen weniger stark erhöht als angenommen. „Das liegt daran, dass bei Öl­an­lagen vielfach noch das günstiger getankte Heizöl aus dem Vorjahr verbraucht wurde“, so Peters. Gleichzeitig ist der Verbrauch im Vergleich zum Vorjahr mit durchschnittlich 13,3 Litern pro Quadratmeter Wohnfläche um mehr als sechs Prozent gesunken.

Kosten für Erdgas und Fernwärme stabil

Ähnlich sparsam haben Gaskunden geheizt: Mit durch­schnittlich 140,3 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche ist der Verbrauch von Erdgas 2022 im Vergleich zu 2021 um mehr als fünf Prozent gesunken. Bei Fernwärme sind es mit 116,3 Kilowattstunden rund vier Prozent weniger als 2021. Die durch­schnitt­lichen Kosten für Heizung und Warmwasser inklusive Heiznebenkosten haben sich bei beiden Energie­trägern nur um 20 Cent erhöht und sind damit relativ stabil geblieben. Bei Erdgas sind es 11,90 Euro pro Quadratmeter und bei Fernwärme 12,90 Euro. Peters erklärt die stabilen Preise: „Die Preiserhöhungen bei Fernwärme und Gas ab Mitte 2022 haben sich durch die Auswirkungen des Erdgas-Wärme-Sofort­hilfe­gesetzes und die Energie­preisbremse nicht vollständig in den Abrechnungen des Jahres 2022 niedergeschlagen.“

Blick in die Zukunft

Das Fazit des Abrechnungsexperten: „Aufgrund der finanziellen Unterstützung der Bundesregierung im vergangenen Jahr und der milden Außentemperaturen sind die Kosten geringer ausgefallen als befürchtet. Zwar ist das erfreulich, dennoch bleibt ungewiss, wie hoch die Kosten für das Jahr 2023 ausfallen werden.“ Gleichzeitig werden Mieter auch in der nächsten Heizperiode teilweise durch die neuen Regelungen bei der Kostenaufteilung des CO2-Preises für fossile Brennstoffe entlastet. Bei Gebäuden mit schlechter Bilanz sollen demnach künftig die Vermieter 90 Prozent des CO2-Preises tragen, die Mieter zehn Prozent. Bei emissionsarmen Gebäuden ist der Anteil der Mieter größer als der Anteil der Vermieter.

Mehr Infor­matio­nen zur Umsetzung des CO2-Kostenaufteilungsgesetzes in der Heizkostenabrechnung unter: https://www.minol.de/blog/umsetzung-co2-kostenaufteilungsgesetz-in-heizkostenabrechnung/

Bildmaterial:

Heizkostenabrechnung von Minol zur Umlegung von CO2-Kosten auf einem Tablet-Bildschirm

Bildunterschrift: Jährlich erstellt Minol für hunderttausende Haushalte in Deutschland Abrechnungen für Heizung und Warmwasser. Die Statistik für 2022 zeigt: Im Vergleich zum Vorjahr sind die Kosten für Heizung und Warmwasser zwar gestiegen, aber der Verbrauch gesunken. Quelle: AdobeStock/Minol

Bildunterschrift: Die Grafik zeigt den Verbrauch und die Kosten bei Heizöl für Häuser verschiedener Größen im Abrechnungsjahr 2022/23. Quelle: Minol

Bildunterschrift: Die Grafik zeigt den Verbrauch und die Kosten bei Erdgas für Häuser verschiedener Größen im Abrechnungsjahr 2022/23. Quelle: Minol

Bildunterschrift: Die Grafik zeigt den Verbrauch und die Kosten bei Fernwärme für Häuser verschiedener Größen im Abrechnungsjahr 2022/23. Quelle: Minol

Über Minol

Die Minol Messtechnik W. Lehmann GmbH & Co. KG ist ein weltweit führender Lösungsanbieter für die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft. Rund um die Heizkostenabrechnung bietet Minol innovative Lösungen, um die Betriebskosten zu minimieren und Immobilien digital, nachhaltig und rechtssicher zu verwalten. Minol erstellt jährlich alleine in Deutschland rund 1,7 Millionen Abrechnungen. Mit Lösungen zur Digitalisierung von Immobilien, Angeboten in den Bereichen Elektromobilität, Energiemanagement und Smart-Building-Systemen unterstützt Minol die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft bei der zukunftsfähigen und nachhaltigen Modernisierung von Liegenschaften.

Vor mehr als 70 Jahren gegründet, hat das familiengeführte Unternehmen seinen Hauptsitz in Leinfelden-Echterdingen und betreibt bundesweit rund 20 Serviceniederlassungen. Minol gehört zur internationalen Minol-ZENNER-Gruppe, die weltweit mehr als 4.400 Mitarbeiter beschäftigt und in über 100 Ländern mit Tochtergesellschaften und Vertriebspartnern vertreten ist.

Mehr Informationen unter www.minol.de und https://www.minol.de/unternehmensgruppe/

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Breitwiesenstraße 17
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Minol-ZENNER-Gruppe
Heinrich-Barth-Straße 29
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Minol Messtechnik W. Lehmann GmbH & Co. KG
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