Umsetzung des CO₂-Kostenaufteilungsgesetzes in der Heizkostenabrechnung

Brunata Minol informiert

Umsetzung des CO₂-Kosten­aufteilungs­gesetzes in der Heizkostenabrechnung

Anpassungen ab der Jahresabrechnung 2023

Kurz und knapp

Bis 2022 wurden die Kosten für die CO₂-Bepreisung komplett vom Mieter getragen. Ab 2023 werden auch Vermieter an den CO₂-Kosten beteiligt. Die Höhe des Anteils richtet sich nach der energetischen Gebäudequalität. Die Beteiligung der Mieter erfolgt über die Abrechnung der Heizkosten.

Leinfelden-Echterdingen, Januar 2023: Der Bundestag hat am 10. November 2022 dem Gesetz zur Aufteilung der Kohlendioxidkosten (Kohlendioxid­kosten­aufteilungs­gesetz – CO2KostAufG) zugestimmt. Der CO₂-Preis ist bereits seit Anfang 2021 auf fossile Brennstoffe wie z.B. Heizöl oder Erdgas fällig. Bei Heizperioden, die ab dem 1. Januar 2023 beginnen, sind die Kosten auf Vermieter und Mieter aufzuteilen. Die Mieter­beteiligung erfolgt über die Heizkostenabrechnung.

Höhe des CO₂-Preises

Die aus dem Brennstoff­emissions­handels­gesetzes (BEHG) herrührenden Zusatzkosten werden in Kosten pro Tonne CO₂ berechnet. 2022 beträgt der Preis noch 30 Euro je Tonne. Bis 2025 erhöhen sich die Kosten auf 45 Euro pro Tonne, wobei die CO₂-Kosten angesichts der Versorgungskrise für 2023 einmalig nicht erhöht wurden. Die CO₂-Kosten werden z.B. vom Öl- oder Gaslieferanten berechnet, von diesem an den Staat abgeführt und in der Energierechnung für den Gebäudeeigentümer gesondert ausgewiesen.

Aufteilung der CO₂-Kosten auf Vermieter und Mieter ab 2023

Bis Ende 2022 hatten ausschließlich Mieter, die mit Öl oder Gas heizen, die CO₂-Kosten zu tragen. Ab Januar 2023 sind gemäß CO₂-Kostenaufteilungsgesetz (CO2KostAufG) auch Vermieter an den Kosten zu beteiligen. Die Entscheidung erfolgte nach heftigen Kontroversen der jeweiligen Interessens­vertreter, wurde aber schlussendlich von allen als Kompromiss akzeptiert. Die Regelungen gelten unbefristet und sollen spätestens zum Ablauf der Festpreisphase des BEHG Ende 2025 um ein Stufenmodell für Nichtwohn­gebäude ergänzt werden.

10-Stufenmodell regelt Aufteilung

Bei Wohngebäuden erfolgt die CO₂-Kostenaufteilung auf Vermieter und Mieter nach einem 10-Stufenmodell. Je besser der energetische Zustand des Gebäudes ist, desto geringer ist der Anteil des Vermieters an den CO₂-Kosten. Bei energetisch guten Gebäuden kann der Mieteranteil bei bis zu 100 % der CO₂-Kosten liegen. Der Gesetzgeber erwartet sich aus der Beteiligung des Vermieters an den CO₂-Kosten eine Motivation zur energetischen Gebäudesanierung.

CO₂-Kosten: 10-Stufenmodell
Mit dem 10-Stufenmodell wird der Anteil von Mieter und Vermieter an den CO₂-Kosten festgelegt.

Bei Nichtwohngebäuden wird zunächst eine hälftige Teilung der Kohlendioxidkosten eingeführt.

Umsetzung in der Heizkostenabrechnung

Für die CO₂-Stufeneinteilung des Gebäudes ist grundsätzlich der Gebäudeeigentümer verantwortlich. Insbesondere bei Heizmedien mit Vorratshaltung, z.B. Heizöl, ist es dem Gebäudeeigentümer aber nicht ohne weiteres möglich, die Stufeneinordnung selbst vorzunehmen.

Daher wird Minol über die jährliche Kosten­erfassung für die Heizkosten­abrechnung zukünftig auch die für die CO₂-Kosten­aufteilung erforderlichen Informationen beim Gebäude­eigentümer abfragen. Um die Berechnung vornehmen zu können, werden die CO₂-Menge und die CO₂-Kosten aus der Rechnung des Energie­lieferanten benötigt. Dazu wird einmalig auch die Gebäude­wohnfläche abgefragt, weil die unter bestimmten Umständen nicht mit der in der Heizkosten­abrechnung verwendeten Fläche identisch ist.

Auf Basis dieser Daten nimmt Minol zunächst die Stufeneinteilung vor. Im nächsten Schritt wird dann der auf die Gesamtheit der Mieter entfallende Anteil bestimmt und über die Heizkosten­abrechnung verteilt.

Beispiel für den Ausweis der CO₂-Kosten in der Minol Heizkostenabrechnung
Beispiel für den Ausweis der CO₂-Kosten in der Minol Heizkostenabrechnung
Beispiel für den Ausweis der CO₂-Kosten in der Minol Heizkostenabrechnung.

Kürzungsrecht bei Nichterfüllung

Bestimmt der Vermieter den auf den einzelnen Mieter entfallenden Anteil der CO₂-Kosten nicht oder weist die geforderten Informationen nicht aus, so hat der Mieter das Recht, den auf ihn entfallenden Anteil der Heizkosten um 3 % zu kürzen.

Start: 1. Januar 2023

Das CO₂-Kostenaufteilungsgesetz trat zum 1. Januar 2023 in Kraft und ist gültig für Zeiträume, die ab diesem Datum oder danach beginnen. Die ersten Heizkosten­abrechnungen mit ausgewiesenen CO₂-Kosten nach der neuen Gesetzgebung werden daher überwiegend das Kalenderjahr 2023 betreffen.

Minol ist für die Umsetzung gerüstet und bietet seinen Kunden alles Notwendige für die Erfüllung der gesetzlichen Pflichten.


Was können wir für Sie tun?

Sie sind Wohnungs­vermieter oder Immobilien­verwalter? Dann nehmen Sie gleich Kontakt mit uns auf.

Jetzt unverbindliches Angebot anfordern

Sie sind Wohnungs­eigentümer oder Mieter?

Dann wenden Sie sich bei Fragen bitte stets zunächst an Ihren Verwalter oder Vermieter. Dieser wird sich bei Bedarf mit Brunata Minol in Verbindung setzen. Sofern Änderungen an Ihrer Abrechnung nötig werden, ist dazu immer die Mitwirkung Ihrer Eigentums- bzw. Miet­verwaltung erforderlich.

Ansprechpartnersuche

Wir sind flächendeckend für Sie da. Finden Sie Ihren persönlichen Ansprechpartner in Ihrer Nähe. Einfach Postleitzahl eingeben.

Ablesen war gestern. Erfahren Sie mehr zum Connect Funksystem.

Brunata Minol Newsletter

Sie sind Vermieter oder Verwalter? Dann empfehlen wir Ihnen unseren News­letter. So erfahren Sie 4-6-mal im Jahr die neuesten und wichtigsten Branchen­informationen.

Zur Newsletter-Anmeldung