Funktion von Wärmezählern

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Funktion von Wärmezählern

Elektronische Präzision für die physikalisch exakte Verbrauchsmessung

Kurz und knapp

Wärme­zähler sind eich­pflich­ti­ge Ge­rä­te zur Mess­ung des Heiz­ungs­ver­brauchs. Im Gegensatz zu Heizkosten­verteilern erfolgt die Verbrauchs­messung in physika­lischen Einheiten wie kWh oder MWh.

Wärmezähler - gelegentlich auch noch mit den inzwischen veralteten Begriffen Wärmemengenzähler oder Kalorienzähler bezeichnet - sind die einzigen Messgeräte für Wärme, die den Wärmeverbrauch in physikalischen Einheiten wirklich messen. Bei Heizkostenverteilern ist das nicht der Fall, denn dort werden lediglich relative Einheiten erfasst und nicht gemessen. Die Verbrauchsanzeige erfolgt bei kleinen Wärmezählern in Kilowattstunden (kWh) und bei größeren Geräten in Megawattstunden (MWh). Wärmezähler sind eichpflichtig und müssen nach den Vorgaben des Eichgesetzes im Abstand von sechs Jahren nachgeeicht, bzw. durch neue geeichte Geräte ausgetauscht werden.

Mehr zur Eichung von Messgeräten für die Heiz- und Wasserkostenabrechnung


Einsatzbereiche für Wärmezähler

Frontansicht auf das Rechenwerk eines Ultraschall-Wärmezählers
Frontansicht auf das Rechenwerk eines Ultraschall-Wärmezählers.

Durch ihre erheblich aufwendigere Technik sind Wärmezähler im Vergleich zu den nicht eichpflichtigen Messhilfsverfahren, also den Heizkostenverteilern, entsprechend teurer. Deshalb werden sie im Regelfall auch nur dort eingesetzt, wo es technisch nicht anders möglich ist, oder wo höchste Ansprüche an Komfort und Messgenauigkeit gestellt werden. Wärmezähler können allerdings nur dann verwendet werden, wenn ein geschlossener Heizkreis zur Verfügung steht, das bedeutet, wenn die Vorlaufleitung, der eigentliche Wärmeverbraucher und die Rücklaufleitung einen Ring bilden. Beispiele dafür sind:

  • Heizkreise in Wohnungen, sogenannte horizontale Einrohrheizungen innerhalb einer Nutzeinheit, wie sie im modernen Wohnungsbau heute üblich sind.
  • Warmwasser-Fußbodenheizungen mit im Estrich verlegten Rohrschleifen.
  • Warmlufterzeuger, wie sie z. B. in Lufterhitzern, Klimaanlagen und Torluftschleiern verwendet werden.
  • Bei Wärmetauschern, die z. B. zur Wassererwärmung in Schwimmbädern, bei der Wärmerückgewinnung, aber auch bei Warmwasserboilern, Anwendung finden.
  • Bei Fernheizanlagen, wobei Wärmezähler hier zur Erfassung der bezogenen Wärmemenge des gesamten Gebäudes dienen.

Bei Zweirohrheizungen mit vertikaler Führung der Heizrohre und mit Steigsträngen für alle im Gebäude übereinander liegende Heizkörper, wäre messtechnisch für jeden einzelnen Heizkörper ein eigener Wärmezähler erforderlich. Die Erfassungskosten würden dann jedoch in immense Höhen steigen, weshalb der Einsatz von Wärmezählern dort wenig sinnvoll ist und in der Praxis auch nicht vorkommt.


Funktionsweise von Wärmezählern

Funktionsprinzip eines Wärmezählers
Funktionsprinzip eines Wärmezählers mit hydraulischem Impulsgeber für das durchflossene Heißwasservolumen.

Wärmezähler berücksichtigen das Prinzip, dass sich Heißwasser beim Wärmeverbraucher (z.B. im Heizkörper oder einer Fußbodenheizung) abkühlt und der Grad der Abkühlung und die Menge des Heizwasserdurchflusses die Wärmeabgabe bezeichnen. Die Wärmemenge ist damit das Produkt aus Temperaturdifferenz und Volumen.

Dazu werden die Temperaturen von Vorlaufwasser und Rücklaufwasser mit hochempfindlichen Temperatursensoren gemessen. Dafür werden in der Regel Widerstandsthermometer (z. B. aus Platin mit einem Temperaturbereich bis zu 180 °C) verwendet. Die Erfassung der durchgelaufenen Heißwassermenge erfolgt bei Kleinwärmezählern meistens mit einem Mehrstrahl-Flügelradzähler, bei größeren Geräten auch mit Zählern nach dem Ultraschallprinzip oder magnetisch induktiven Verfahren.

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