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Manipulationen an Heizkostenverteilern

Lässt sich die Verbrauchsanzeige tatsächlich beeinflussen?

Kurz & knapp

Messergebnisse von Heiz­kosten­verteilern lassen sich durch vermeint­liche Tricks nicht senken. Jede Maß­nahme in diese Richtung gilt zudem straf­rechtlich als Betrugsversuch.

Immer wieder ist zu hören, dass insbesondere Heiz­kosten­verteiler nach dem Verdunstungsprinzip durch Bewohnern mit einer gewissen kriminellen Energie manipulierbar wären. So soll beispielsweise das Abdecken des Gerätes mit einem feuchten Tuch die Verbrauchs­anzeige senken und damit zu einem zweifelhaften “Sparen” verhelfen. Was ist dran an diesen weit verbreiteten Thesen? Gibt es tatsächlich wirksame Methoden, die Verbrauchs­anzeige an Heiz­kosten­verteilern zu senken?

Gerade auf diesem Gebiet herrscht reichlich Un­wissenheit vor und dieses fachlich unsinnige Vor­urteil ist einfach nicht aus der Welt zu schaffen. Im Gegenteil: Mit steigenden Energiepreisen sehen sich immer mehr sogenannte Ratgeber im Internet berufen, scheinbar wirksame Tipps geben zu können. Um es kurz zu fassen: Nach­weislich lassen sich die in Europa nach EU-Normen zugelassenen Heiz­kosten­verteiler mit gängigen Maß­nahmen nicht zu einer ver­minderten Verbrauchs­anzeige bringen. Das gilt für ältere Verdunstergeräte und moderne elektronische Heizkostenverteiler gleichermaßen.

Auswirkungen von Manipulationsversuchen an Heizkostenverteilern (Minol)
Auswirkung von Manipulations­versuchen an Heizkosten­verteilern. Abgesehen vom strafrechtlichen Tatbestand, führen fast alle Maßnahmen zu einem Nachteil. Nur das Anblasen mit einem Ventilator verringert die Anzeige. Dafür entstehen aber beträchtliche Stromkosten.

Heizkostenverteiler nach dem Verdunstungsprinzip

Viele Versuche der Manipulation an Verdunstungs­heiz­kosten­verteilern führen zu einer Erhöhung der Anzeigeergebnisse. Ob die Heizkostenverteiler nun mit trockenen oder feuchten Tüchern, mit Aluminiumfolie oder Zeitungs­papier umwickelt werden: Alle Experimente in dieser Art erhöhen die Verbrauchsanzeige.

Die Ursache für die Erhöhung erklärt sich einfach: Die vom Heizkörper auf den Heizkostenverteiler einwirkende Wärme kann nicht frei vom Gerät abgeführt werden, wodurch sich die Hitzeeinwirkung intensiviert. Lediglich das dauernde Anblasen des Heizkostenverteilers mit einem Ventilator bringt ein geringeres Anzeigeergebnis. Die dabei entstehenden Stromkosten wandeln den vermeintlichen Vorteil aber schnell zum Nachteil. Unter dem Strich ist das teurer.

Die von manchem Hersteller angebotenen Kleinventilator-Konstruktionen, die unter dem Heizkörper angebracht werden sollen, dürfen bei der Verwendung von Heizkostenverteilern für die Verbrauchserfassung nicht installiert werden. Zwar kann man damit eine schnellere Erwärmung eines kalten Raumes bewirken, die Veränderung der durch Ventilatoren erreichten Norm-Wärmeleistung des Heizkörpers kann aber als Manipulation betrachtet werden, was den Einsatz zumindest zweifelhaft macht. Außerdem entstehen auch dafür teure Stromkosten.

Elektronische Heizkostenverteiler

Elektronische Heizkostenverteiler registrieren thermische, elektrische und magnetische Manipulationsversuche sehr sensibel. Von außen beeinflusste Geräte schalten in den Fehlermodus und stellen die Verbrauchserfassung ein. Bei der nächsten Ablesung kann dann genau festgestellt werden, wann und in welcher Weise ein Manipulationsversuch erfolgte.

Mehr zu elektronischen Heizkostenverteilern

Schutz vor äußerer Beeinflussung ist Pflicht

Die Europäischen Normen DIN EN 834 und 835 fordern von den Geräteherstellern für die Zulassung von Heizkostenverteilern unter anderem auch den Nachweis der Manipulationssicherheit. Geräte, die dieses Kriterium nicht erfüllen, erhalten in Europa keine Zulassung und dürfen nicht für Abrechnungszwecke verwendet werden. Die Gefahr, dass Verbraucher mit Betrugsabsichten den Mitbewohnern Schaden zufügen ist so weitgehend ausgeschlossen.

Manipulationsversuche sind kein Kavaliersdelikt

Wer die Plomben der Heizkostenverteiler entfernt, macht sich strafbar!
Wer die Plomben der Heizkostenverteiler entfernt, macht sich strafbar!

Vor unbefugten Eingriffen von außen sind Heizkostenverteiler durch Plomben geschützt. Um an die Ampulle heranzukommen, muss die Plombe entfernt und damit zerstört werden. Eine beabsichtigte oder mit Gewalt vorgenommene Öffnung des Gerätes kann dadurch jederzeit nachgewiesen werden. Außerdem sollte sich jeder, der sich mit dem Gedanken der Manipulation befasst, darüber im Klaren sein, dass er eine Straftat begeht. Nach § 263 des Strafgesetzbuches (StGB) erfüllt jeder Manipulationsversuch den Tatbestand des Betrugs oder zumindest des versuchten Betrugs mit allen sich daraus ergebenden strafrechtlichen Folgen. Es gibt einige Beispiele für Verurteilungen wegen Manipulationsversuchen an Heizkostenverteilern, die für die Beklagten erhebliche finanzielle Strafen zur Folge hatten.

Eine Verbrauchssenkung ist durch Manipulation nicht erreichbar. Ausschließlich angepasstes und sinnvolles Verbraucherverhalten führt zu niedrigen Wärmekosten.

Brunata Minol Heizkostenverteiler Minometer M8 radio

Heizkostenverteiler nach dem Verdunstungsprinzip - sogenannte Verdunster-Röhrchen - sind zwar gesetzlich noch zugelassen, werden aber seit Jahren verstärkt von elektronischen Geräten abgelöst, heutzutage mit komfortabler Funkübertragung der Ablesewerte. Ab Ende 2026 ist Funk sogar Pflicht. Informieren Sie sich jetzt und rüsten auf modernste Technik um. Das ist günstiger als Sie denken!

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