Europa stellt auf monatliche Fernablesung um (EED)

Brunata Minol informiert

Deutschland bekommt eine neue Heizkostenverordnung

Funkerfassung wird zum Standard und Bewohner erhalten mehr Informationen mit der Heizkostenabrechnung

Die neue Heizkosten­verordnung wartet derzeit noch auf die Verabschiedung durch den deutschen Bundesrat. Änderungen an den wesentlichen Neuerungen der geforderten Funkausstattung und der erweiterte Verbraucher­informationen sind nicht zu erwarten. Die erweiterte Verordnung wird wohl noch 2021 in Kraft treten.

Basierend auf der europäischen Energieeffizienz-Richtlinie erfolgte im Herbst 2021 die Neufassung der deutschen Heizkostenverordnung. Das übergeordnete Ziel der Richtlinie ist es, den Energieverbrauch in der Europäischen Union bis zum Jahr 2030 um 32,5 Prozent gegenüber dem 2007 prognostizierten Verbrauch zu senken. Zusätzlich haben sich die Mitgliedstaaten an jährliche Einsparungen um 0,8 Prozent gebunden. Einen wichtigen Beitrag dazu leisten auch Mieter und Wohnungseigentümer in Deutschland.

Ein wichtiger Faktor für die Energieeffizienz in Gebäuden ist das Verbrauchsverhalten der Bewohner: Sie können künftig besser nachvollziehen, wie sich ihr persönliches Verbrauchsverhalten auf die Energiekosten auswirkt. Das ermöglicht ihnen, zeitnah zu reagieren und den Heizkostenverbrauch sowie die Heizkosten zu senken. Während die CO₂-Bepreisung die Kosten für fossile Energien in den nächsten Jahren sukzessive erhöhen wird, helfen moderne Erfassungsgeräte und regelmässige Verbraucherinformationen beim Sparen.


Fernablesung löst manuelle Ablesung ab

Minol Funk-Heizkostenverteiler Minometer M8 radio

Die neue Heizkostenverordnung schafft die Grundlage für mehr Verbrauchstransparenz, indem sie die Fernablesung zum Standard macht. Neu installierte Zähler und Heizkostenverteiler müssen fernablesbar sein, wenn dies technisch machbar, kosteneffizient durchführbar und im Hinblick auf die möglichen Energieeinsparungen verhältnismäßig ist. Bereits installierte, nicht fernablesbare Zähler und Heizkostenverteiler sind spätestens bis 2027 mit dieser Funktion nachzurüsten oder durch fernablesbare Geräte zu ersetzen, es sei denn, es wird nachgewiesen, dass dies nicht wirtschaftlich wäre. Weil die Kosten für Funk-Messgeräte heute kaum teurer sind, als klassische Ausstattungen, ist die Funkausstattung wirtschaftlich und schon längst Standard für die moderne Heizkostenabrechnung.


Die wichtigsten Fristen der neuen Heizkostenverordnung im Überblick

Mindesthäufigkeit für die Bereitstellung monatlicher Verbrauchsinformationen gem. § x der neuen Heizkostenverordnung:

  Bis 1. Januar 2022 Ab 1. Januar 2022 Ab 1. Januar 2027
Manuelle Ablesung mit Wohnungszutritt Jährlich Jährlich Entfällt
Moderne Funkablesung Zweimal jährlich Monatlich Monatlich

Monatliche Verbrauchsinformationen via Internet

Sinn und Zweck der Fernablesung ist es, die Verbrauchswerte mindestens einmal pro Monat zu erfassen und den Bewohnern bereitzustellen. Spätestens zum 1. Januar 2027 wird es keine altertümliche manuelle Ablesung mit jährlichem Zugang zur Wohnung mehr geben. Bewohner von Gebäuden mit Fernablesung bekommen schon ab 1. Januar 2022 mindestens einmal monatlich eine aktuelle Verbrauchsinformationen. Die bisherige, jährliche Heizkostenabrechnung wird also durch unterjährige Verbrauchsinformationen ergänzt, auf die Bewohner zum Beispiel per App oder als Internet-Service zugreifen können. Das wird viele Verbraucher stärker für den bewussten Umgang mit Energie sensibilisieren.

Digitalisierung der Wohnungswirtschaft mit Funk

Fernablesesysteme sind ein wichtiger Beitrag für die Digitalisierung der Wohnungswirtschaft. Alle Verbrauchsinformationen liegen zum Stichtag vor und stehen zur Abrechnung bereit. Schätzungen sind nicht mehr nötig – das verbessert und beschleunigt die Abrechnung. In moderne Fernablesesysteme wie Brunata Minol Connect lassen sich zudem außer der Messtechnik für Wärme und Wasser auch viele weitere mit Sensoren ausgestattete Geräte im Gebäude einbinden, etwa Rauchwarnmelder, Temperatur- und Feuchtesensoren, Gas- und Stromzähler usw. Je nachdem, welche Komponenten in dieses „Internet der Dinge“ integriert sind, können Wohnungsunternehmen und Verwalter webbasierte Services für sich und ihre Kunden realisieren.


Fernablesung mit Brunata Minol Connect

Mit dem Funksystem Brunata Minol Connect kann die Wohnungswirtschaft schon heute alle Anforderungen der neuen Heizkostenverordnung erfüllen. Die Verbrauchswerte werden an eine sichere, von der Minol-ZENNER-Gruppe in Deutschland betriebene Cloud übertragen, wo sie für verschiedene Auswertungen zur Verfügung stehen, wie zum Beispiel unterjährige Verbrauchsinformationen

Unterjährige Verbrauchsinformationen durch Fernablesung

Was können wir für Sie tun?

Sie sind privater oder gewerb­licher Wohnungs­vermieter oder Immobilien­verwalter? Dann nehmen Sie gleich Kontakt mit uns auf.

Sie sind Wohnungs­eigentümer oder Mieter?

Dann wenden Sie sich bei Fragen bitte stets zunächst an Ihren Verwalter oder Vermieter. Dieser wird sich bei Bedarf mit Brunata Minol in Verbindung setzen. Sofern Änderungen an Ihrer Abrechnung nötig werden, ist dazu immer die Mitwirkung Ihrer Eigentums- bzw. Miet­verwaltung erforderlich.

Ansprechpartnersuche

Brunata Minol ist flächendeckend für Sie da. Finden Sie einen persönlichen Ansprechpartner in Ihrer Nähe. Einfach Postleitzahl eingeben.

Sie verwenden noch ältere Heiz­kosten­verteiler oder Wasser­zähler?

Dann fordern Sie am besten gleich Ihr An­gebot zur Umrüstung der Mess­geräte auf die aktuelle Funk­techno­logie an. Welche Mess­aus­stattung auch vorhanden ist: Wir haben die passende Alter­native zur Moderni­sierung.