Wärmezähler zur Warmwassererwärmung

Minol informiert über die Einbaupflicht von Wärmezählern zur Messung des Energieanteils für Warmwasser bei Zentralheizungen

Wärmezähler

Zur Ermittlung des Energieanteils für Warmwasser in der jährlichen Heizkostenabrechnung genügte seither die Messung der insgesamt verbrauchten Warmwassermenge über einen Kaltwasserzähler im Boilerzulauf. Alternativ konnte auch die Summe des Verbrauchs der Wohnungswasserzähler verwendet werden. Ab 2014 muss bei Heizanlagen mit zentraler Warmwasserbereitung der Energieanteil für Warmwasser mit einem Wärmezähler gemessen werden. Das fordert die seit 2009 gültige Heizkostenverordnung in § 9, Abs. 2. Rund 70 Prozent aller abzurechnenden Gebäude in Deutschland haben eine Heizanlage mit zentraler Warmwasserversorgung und sind von der Verordnungsänderung betroffen. Fehlt der geforderte Wärmezähler, ist er nachzurüsten.

Höhere technische Anforderungen

Die Regelung soll eine genauere Aufteilung zwischen Heiz- und Warmwasserkosten bewirken. Zudem berücksichtigt sie den gestiegenen Anteil der Warmwasserbereitung an den Gesamtkosten der Heizungsanlage: Verschärfte Bauvorschriften, energetische Sanierungen und Sparmaßnahmen der Bewohner lassen den durchschnittlichen Energieverbrauch für Raumwärme über die Jahre stetig sinken, während der Warmwasserverbrauch relativ konstant bleibt und somit prozentual wächst. Die rechnerischen Verfahren nach § 9 der Heizkostenverordnung liefern zwar gute Annäherungswerte, doch nur ein Wärmezähler kann den Energieanteil für Warmwasser exakt bestimmen.

Zweiter Wärmezähler für Heizung empfehlenswert

Dabei ist die Forderung der Heizkostenverordnung nach einem Wärmezähler für die Ermittlung des Energieanteils für Warmwasser aus fachlichen Gesichtspunkten nicht ausreichend und unter Fachleuten heftig diskutiert. Für eine technisch einwandfreie Kostenaufteilung der Gesamtenergie auf Heizung und Warmwasser ist ein weiterer Wärmezähler für den Heizungsanteil erforderlich. Fehlt der zweite Zähler, muss der Energieanteil fürs Heizen berechnet werden, indem man von der bezogenen Gesamtenergie die gemessene Energie für Warmwasser abzieht. Bei dieser Differenzmessung fließen die Messtoleranzen der Zähler und die Betriebsverluste der Heizungsanlage jedoch nur in den Anteil für die Raumwärme ein.

Darauf sollten Vermieter und Verwalter achten

  • Wer baut Wärmezähler ein? Beauftragen Sie einen qualifizierten örtlichen Fachhandwerker mit dem Wärmezählereinbau. Minol unterstützt Handwerker und Heizungstechniker mit fachlichem Rat bei der Geräteauswahl und beim Zählereinbau. Minol bietet ein breites Spektrum von Wärmezählern an. Das reicht von verschiedenen Volumenmessteilen über hochmoderne elektronische Rechenwerke bis zu Temperaturfühlern und passendem Montagezubehör.

  • Wann ist der beste Einbauzeitpunkt? Lassen Sie den Einbau eines Minol-Wärmezählers bis spätestens 31.12.2013 vornehmen. Informieren Sie dann kurzfristig den Minol-Abrechnungsservice über Einbaudatum, Zählertyp und Anfangsstand, damit der neue Minol-Wärmezähler in den Ablese- und Abrechnungsservice übernommen wird. Der Wärmezählereinbau sollte nach Möglichkeit passend zum Beginn des Abrechnungszeitraums für das Gebäude erfolgen und nicht irgendwann im Jahr.

  • Wer entscheidet, ob der Einbauaufwand zumutbar ist? Die Entscheidung trifft der Gebäudeeigentümer bzw. die Eigentümergemeinschaft selbst. Es gibt keine staatliche Stelle, die das beurteilt. Ein unzumutbarer Aufwand liegt vor, wenn der Einbau eines Wärmezählers eine Bauartänderung des Kessels und des Warmwasserbereiters nach sich zieht. Das ist besonders bei solchen Heizanlagen der Fall, in denen Kessel und Warmwasserbereiter als kompakte Einheit miteinander verbunden sind. Zumutbar ist der Aufwand, wenn ein Wärmezähler in typischer Weise und ohne größere bauliche Maßnahmen durch einen Fachhandwerker eingesetzt werden kann.

  • Was passiert, wenn der Wärmezähler fehlt? Der Wärmezählereinbau wird nicht kontrolliert. Absolut rechtssichere Abrechnungen erhält man als Verwalter oder Vermieter nur bei Einhaltung aller Verordnungsvorgaben. Wie Gerichte im Klagefall einzelner Wohnungseigentümer oder Mieter bei fehlendem Wärmezähler für Warmwasser entscheiden werden, ist heute nicht absehbar. Wird kein Wärmezähler eingebaut, wendet Minol weiterhin die Rechenverfahren über die gemessene Warmwassermenge gemäß § 9, Abs. 2, an.

  • Wer bezahlt den Wärmezählereinbau? In der Auflistung umlagefähiger Positionen nach § 7 Abs. 2 der Heizkostenverordnung ist der Wärmezählereinbau für Warmwasser nicht aufgeführt und damit nicht umlagefähig. Es handelt sich auch nicht um eine Modernisierungsmaßnahme nach § 559 des BGB, die eine Mieterhöhung rechtfertigen könnte. Die Kosten des Wärmezählereinbaus für Warmwasser trägt der Vermieter selbst.

  • Wer bezahlt die laufenden Kosten des Wärmezählers? Die Kosten der Ablesung und Abrechnung für Wärmezähler sind - ebenso wie die Kosten der Anmietung und Wartung - gemäß § 7 Abs. 2 der Heizkostenverordnung umlagefähig und werden, sofern nicht anders gewünscht, automatisch im Rahmen der Minol-Abrechnung auf die Nutzer des Gebäudes umgelegt.

  • Haben Mieter ein Kürzungsrecht bei fehlendem Wärmezähler? Ein Kürzungsrecht auf die Heizkostenabrechnung nach § 11 Abs. 2 der Heizkostenverordnung besteht für Mieter nur dann, wenn entgegen den Vorschriften der Verordnung nicht verbrauchsabhängig abgerechnet wird. Selbst wenn ein Wärmezähler für Warmwasser fehlen sollte, wird immer noch verbrauchsabhängig abgerechnet. Ein Kürzungsrecht für Mieter besteht daher nach unserer Auffassung nicht.

Zählertyp und Größe richtig bestimmen

Typ und Größe des Wärmezählers werden vom Fachhandwerker über den Nenndurchfluss qp (m³/h) abgeleitet. Die tatsächlichen Durchflüsse der Heizungsanlage erschließen sich dem Heizungsfachmann, indem er beispielsweise die Leistungsdaten aus der Pumpenkennlinie ausliest. Auf Basis dieser Daten kann er einen Wärmezähler mit mechanischem Durchflusssensor wählen und entsprechend dimensionieren. Ein solcher Zähler ist auch zur Erfassung des Energieanteils für Raumwärme die richtige Wahl.

Es kann erforderlich sein, statt eines klassischen Wärmezählers einen Minol-Ultraschall-Wärmezähler zu installieren. Minol empfiehlt diesen Zählertyp, wenn sich der Heizwasserdurchfluss für die Warmwassererwärmung nicht genau bestimmen lässt und/oder die Heizung über einen kleinen Plattenwärmetauscher mit Durchlauferhitzerprinzip ohne angeschlossenen Speicher mit einer Leistung unter 10 kW verfügt. Die Gründe: Ultraschall-Zähler arbeiten auch bei Überlast sicher und können auf sprunghafte Änderungen der Heizwassertemperatur, wie sie für kleine Plattenwärmetauscher typisch sind, schnell reagieren.

Ansprechpartnersuche

Minol ist flächendeckend für Sie da. Finden Sie einen persönlichen Ansprechpartner in Ihrer Nähe. Einfach Postleitzahl eingeben.

Sie sind Fachhandwerker, Planer oder Bauträger?

Minol Shop für Fachhandwerker

Dann besuchen Sie am besten gleich den Minol Shop für Fachhandwerker